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DAS SICHERHEITSRISIKO |
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Da es in Österreich
keine wirklich vergleichbare Pipeline gibt, ist die Gefahr bei einem Unfall
kaum abschätzbar. Sicher ist jedoch, dass ein kleiner Riss oder ein Leck
genügt, um eine gewaltige Explosion auszulösen. Heimische
Feuerwehren haben mit Pipelineunfällen keine Erfahrung. Das Gelände
in den Bundesländern Niederösterreich, Steiermark und Kärnten
ist sehr vielfältig, es handelt sich teilweise um alpines Gebiet mit vielen
Steilhängen. Bei starken Regenfällen (wie sie bei uns häufig
sein können) sind Hangrutsche und Muren nicht auszuschließen.
Durch Verschiebungen im Erdreich sind Risse an den Nahtstellen der Leitung
möglich, was eine Explosion zur Folge haben kann. Das durch die
Explosion entstehende Feuer brennt solange Gas nachströmt. (Abstand der
"Sicherheitsabsperrschieber": bei manchen Anlagen 20 km |
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DIE HAFTUNGSFRAGE |
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Wer ist bei einem Unfall verantwortlich? Wer übernimmt die Kosten bzw. haftet bei Schäden nach einer Explosion? |
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Niemand weiß, wer in den nächsten Jahren die Betreiber der Erdgasleitung sein werden. Da es sich um ein Interessensprojekt aus mehreren unterschiedlichen Energiegesellschaften handelt, und diese vermutlich dem stetigen Wechsel der Börse unterliegen, gibt es keine fixen zuständigen Ansprechpersonen. Der Grundeigentümer steht bei einem "Problem" mit der Leitung alleine da. |
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DIE LANDSCHAFTSZERSTÖRUNG |
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EINIGE BEISPIELE FÜR UNFÄLLE MIT GASLEITUNGEN |
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17.03.2008- Slowakei: Gasleitung
explodiert: "DIE FEUERWEHR KÄMPFT NACH DER EXPLOSION MIT METERHOHEN
STICHFLAMMEN" |
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28.08.2007- "DRUCKWELLE VERBIEGT SOGAR GLEISE DER BAHN, 100m HOHE FEUERSÄULE, EIN HALBER HEKTAR WALD VERNICHTET" Weilburg-Limburg, Rhein-zeitung.de |
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12.03.2007- Gasleitungsexplosion in St. Leon Rot (Baden-Württemberg) "GASEXPLOSION RISS TIEFEN KRATER, 20m HOHE STICHFLAMME" www.mz.de |
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19.03.2007- GASPIPELINE
(Dm 5 Fuß) IN RUSSLAND EXPLODIERT:"Es wurde taghell und begann
mitten im sibirischen Winter aufgrund der Hitzeentwicklung zu regnen. In den
russischen Medien wurde dieser Event verschwiegen.- Dafür hat die
GAZPROM gesorgt." |
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28.12.2005- Beschädigung eines Erdgastanks in Hallein- "RÜCKZÜNDUNG MIT 5m HOHER GASFLAMME", Feuerwehr Hallein |
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20.01.2004- Explosion in Gaswerk in Algerien: "MINDESTENS 27 TOTE" www.reuters.com |
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1999- Gaspipeline in Schottland explodiert: "4-KÖPFIGE FAMILIE GETÖTET DIE AN DER TRASSE WOHNTE. Ursache: Korrosion führte zu Gasaustritt." Quelle: Network for Climate Action |
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Explosion einer "kleineren" Gasleitung (Dm 60cm, Druck 60bar) im August 2007, Deutschland (Limburg-Weilburg: Ort Grävenegg in Hessen) - Gas strömte bei diesem Unfall ca. eine Stunde lang nach. |
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Eine Vielzahl von Gemeinden und Bundesländern in Europa hat
seit 1989 beschlossen, die CO2 Emissionen in ihrem Wirkungsbereich bis zum
Jahr 2010 um 50% auf Basis der Werte des Jahres 1989 zu senken. Bundesland Niederösterreich Das Land Niederösterreich hat bereits 1993 mit seinem
Beitritt zum Klimabündnis deutlich gemacht, dass Klimaschutz und globale
Verantwortung von Niederösterreich ernst genommen werden und sich die
NÖ Landesregierung insgesamt zu einer "nachhaltigen,
ökologischen, und zukunftssicheren Entwicklung" bekennt. (Text der Homepage
des Landes NÖ entnommen) Wie ist dieses Bekenntnis mit dem Bau von neuen
Erdgaskraftwerken vereinbar? Die immer schwieriger werdende Gasförderung, der Bau, der
Betrieb, die Betreibung der Verdichterstationen, und die Verbrennung von
Erdgas stellen eine Energieverschwendung und CO2 Freisetzung dar. Dieses Projekt ist weder nachhaltig noch ökologisch. Wenn Russland den
Gashahn abdreht (z.B. weil die Ukraine nicht zahlungsfähig ist, aber
auch unsere Leitungen durch die Ukraine verlaufen, etwaige Anschläge auf
die Leitung, Engpässe durch steigende Nachfrage und stetig geringeres
Fördervolumen) ist diese Projekt auch nicht zukunftssicher. Am 23.12.2008 wurde im ORF ein Interview mit dem ehem.
russischen Präsidenten Putin ausgestrahlt. Er erklärte, dass sich
die Erdgaskunden auf höhere Preise einstellen müssen. Dem Deutschen Bundeskartellamt lagen zahlreiche Beschwerden von
Gaskunden vor, deren Energieversorger Versorgungssperren angedroht hatten.
Die Gaskunden bestritten nämlich die nicht nachvollziehbaren Preiserhöhungen des Gases und
bezahlten den bestrittenen Teil nicht. Niederösterreich sollte auf erneuerbare Rohstoffe, wie z.B.
Hackschnitzel setzen oder auf unsere niemals endende Sonnenenergie. Mit dem
Bau einer derartigen Pipeline hat es die heimische Alternativenergie schwer,
sich gegen die große Öl- und Gaslobby durchzusetzen.
Größere Abhängigkeit von anderen Staaten wäre die Folge. „Wen das Land ernährt, der soll das
Land schützen“ In unserer Zeit ist der Schutz der letzten Naturlandschaften in
Österreich und unserer Tier- und Pflanzenarten besonders wichtig ist. Im
Zuge der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsgesellschaft geraten solche
Aspekte leider in Vergessenheit. WARUM LANDSCHAFTSSCHUTZ? · Landschaftsschutz
bedeutet Tier- und Pflanzenschutz · Unberührte
Landschaft ist in unserer zersiedelten Struktur bereits selten · Erholungswert der
Landschaft bedeutet Lebensqualität für den Menschen · Wander-Tourismus in
der Voralpen- und Alpenregion · Landschaft als
Nahrungsgrundlage für Mensch und Tier DER BAU DER ERDGASLEITUNG SÜDSCHIENE BEDEUTET: · Gefährdung von
strategischen Wasserreserven und Hausbrunnen · Breite Rodungen,
Anlage von Straßen, Aufforstung vermutlich nicht möglich · Weitere Zerschneidung
letzter Naturinseln · Zerstörung von Lebensräumen
und Schlafplätzen von Tieren · Gefahr von Erdrutschen
und Absenkungen · Sprengung bzw.
Durchbohrung von Felswänden · Risiko der
Gasexplosion: Verwüstung, Stichflammen, Brand · Großer
Energieaufwand und Stromverbrauch durch Verdichtung · Klimaschädigung durch
enorme CO2 Produktion ZUM NACHDENKEN Zukünftige Entscheidungen sollten nicht
ausschließlich durch wirtschaftliche Überlegungen getroffen
werden. Wir leben in einem Land, in dem es uns gut geht. Wichtig ist, den
Lebensstandard und die Lebensqualität erhalten zu können. Es wird
oft mit den Arbeitsplätzen argumentiert, die beim Bau von dem
Monsterprojekt geschaffen werden können. Arbeitsplätze, die
verloren gehen, werden nicht berücksichtigt. Viele sinnvolle Arbeitsplätze könnten durch die
Förderung von nachhaltigen Energiequellen geschaffen werden. Etwas
Sinnvolles zu arbeiten ist viel motivierender, als an einem Projekt beteiligt
zu sein, dessen Betreiber keiner kennt. WARUM INFORMATION SO
WICHTIG IST: Hinter der Planungsgesellschaft steht viel
Geld. Mit Geld kann Werbung betrieben werden durch
bezahlte Anzeigen. Diese Werbung enthält Unwahrheiten:
„sauberes Erdgas“, „Sicherheit“,
„Versorgungssicherheit“ sind die Un-Wörter des Jahrhunderts! · Sachliche Information
wird eher zurückgehalten · Mögliche Gefahren
werden nicht ernst genommen Muss erst etwas passieren damit die Leute aufmerksam werden??? Gerade heute, wo die Grenzen verschwimmen, und die
Identität der Bundesstaaten durch die EU verloren zu gehen droht, ist
ein starkes, kritisches Volk wichtig zur Erhaltung unserer Menschenrechte,
wie das Grundrecht auf Eigentum, auf Meinungsfreiheit und auf Demokratie in
Österreich. Wenn diese Leitung gebaut wird · wird fossiler Energie
der Vorzug gegenüber der erneuerbaren Energie (Windenergie, Fotovoltaik, Biomasse
etc.) gegeben und die
Weiterentwicklung dieser erneuerbaren Energieformen verzögert bzw.
zukunftsorientierte Energiepolitik verhindert · werden Bewirtschafter (dzt. noch meist
Landwirte) entlang der Leitung
einer ständigen Gefahr durch Explosion ausgesetzt sein · werden anstatt
heimische, ausländische Arbeitsplätze gefördert · wird die Wertschöpfung
in das Ausland exportiert und die österr. Biomassewirtschaft hat das
Nachsehen · wird die durch die EU
kritisierte CO2 Belastung abermals erhöht und die Erderwärmung
gefördert · wird die
Versorgungssicherheit keinesfalls sicher gestellt, da die Leitungen durch die
teils zahlungsunfähige Ukraine verlaufen und Russland erst vor geraumer
Zeit mit der „Versorgungssperre“ gedroht hat · wird der Preis
für das zu Ende gehende Erdgas langfristig steigen, der ehem.
Präsident Putin hat erst kürzlich öffentlich erklärt,
dass sich die Erdgaskunden auf höhere Preise einstellen werden
müssen. · werden hohe Gewinne
der Energiereisen am Rücken der Grundbesitzer erzielt, wobei teils nicht
nationale sondern internationale Interessen der Großkonzerne vorliegen · wird unser Grund und
Boden entwertet (wer kauft eine Liegenschaft neben einer Erdgasleitung zum
Marktpreis) · wird dieser durch
Jahrzehnte gepflegte und immer wieder für die Bewirtschaftung
verbesserte Grund und Boden durch schwere Arbeitsmaschinen
großflächig verdichtet, Steine, welche abgeklaubt wurden sowie
lehmiges tiefer gelegenes Material gelangt wieder an die Oberfläche · wird der Bau von
Forststraßen oder dergl. über die Leitung nicht oder nur erschwert
möglich sein · fördern wir den
Ausverkauf der Heimat · zerstören wir die
Landschaft und das Erbe unserer Vorfahren · haben wir ein Risiko
von Terror und Sabotage auf eigenen Grund · wird Erdgas von einem
kriegführenden Land gekauft Eine breite und öffentliche Diskussion im
Hinblick auf den Weltklimagipfel 2009 in Kopenhagen und die Reformierung des
Gaswirtschaftsgesetzes wäre wünschenswert. Der Bau der Erdgaspipeline soll noch vor
diesem großen Ziel der Klimaschützer durchgepeitscht werden. Die Realität über die
Gefährlichkeit von Erdgas holt uns leider immer wieder ein: Am 25.12.2008 wird in den Mittagsnachrichten
im Hörfunk von der Explosion eines 5-stöckigen Wohnhauses in der
Ukraine auf der Halbinsel Krim, vermutlich wegen eines
Gasleitungsdefektes berichtet.
Dem Bericht zufolge wurden bis jetzt 13 Tote geborgen, zahlreiche Tote werden
noch befürchtet, 35 Wohnungen wurden bei der Explosion total
zerstört. Es gab weltweit Explosionen von
Erdgasleitungen wo zahlreiche Menschen ums Leben kamen. Diese Erdgasleitung
„Südschiene“ führt teils sehr nahe an Häusern
vorbei, verläuft über landwirtschaftlichen Grund und Boden,
über Straßen usw., so dass die Tötung von Menschen im Fall
einer Explosion nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Trotz behaupteter Sicherheit seitens der
Betreiber stellt sich die Frage: ·
Die Trasse der Pipeline muss zur Bewirtschaftung befahren werden,
sodaß eine permanente Gefährdung vorliegt. ·
Immer wieder hören wir in Österreich von teils
tödlichen Gasunfällen (defekte Gasthermen etc.) ·
Wie rechtfertigt sich die Betreibergesellschaft bei einem
schweren Unfall, wenn es heute schon Alternativen gibt? |
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